2016-02 Brocken bei Schnee & Wind


Nach schier endlosen Wochen in geht es endlich wieder weiter. Dieses Mal startete ich mit drei Bekannten in dem schönen Harzer Städtchen Schierke zu einer Wintertour.

Wir starteten am Samstag in Schierke und ich hatte zu Beginn dieser Tour ein mulmiges Gefühl - ist ja schließlich die erste Tour seit meinem Kletterunfall - entschied mich aber dennoch mitzukommen. Einige andere mussten leider aus verschiedenen Gründen absagen.

So eine kleine Tour zu viert ist ja schließlich auch nicht verkehrt. Also nichts wie los in das Winter-Märchenland Harz!
Dieses Mal habe ich übrigens nur mit dem Handy geknipst. Wollte mal austesten, was man aus der Handykamera denn noch herausholen kann. Bin positiv überrascht, die Bilder scheinen ja durchaus brauchbar zu sein!

Jede Tour hat einen Anfang, ergo nichts wie raus aus Schierke und hoch auf den Brocken, wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier!

Der Weg ist wunderbar, der Schnee federt die Schritte und es lässt sich in den "Winterschuhen" gehen wie auf Wolken. Es war einfach herrlich, dieses Winterwunderland. Ich wusste, was ich die ganzen Wochen auf dem Sofa vermisst habe!

Grubenwehr, ein Bild für unseren Kumpel!

Die Stöcke und die Beschaffenheit des Weges ermöglichten ein schnelles Vorankommen, der Brocken ist quasi in greifbarer Nähe!


Doch der Weg bescherte uns dahin eine wunderschöne Märchenlandschaft. Bei den dichten Bäumen fiel selbst der Schneeregen auf den Platten nicht so ins Gewicht. Ganz im Gegenteil, damit konnte man wunderbar die Körpertemperatur regulieren.

Bei diesem Schild, welches vor Informationen nur so strotzte, musste ich an die Tour mit Bimbi denken. Scheint wohl im Harz in Mode zu sein, keine Informationen mehr auszustellen.

Doch bei einem Blick wie dem folgendem, ist dieses Informationsdefizit schnell vergessen. Statt dessen überwog die Freude!

Am Brocken angekommen wollte ich die schlechten Fotobedingungen testen. Gegenlicht, in einer dunklen Hütte, dazu Nebel und Windböen bis zu 75km/h. Die Ostfriesen würden dazu wohl eher "bisschen Wind" sagen, wenn denn überhaupt... wink

So sah übrigens der Blick von vor der Hütte aus. Dies war meine fünfte Brockenbesteigung und wird auch nicht die letzte sein, aber bisher habe ich noch nie etwas gesehen. So auch an diesem Tag.

Nachdem der Brocken bezwungen war, mussten wir wieder runter um zu unserem Schlafplatz zu gelangen. Bei dem Nebel und Wind war es gar nicht mal so einfach vorbeifahrende Autos wahrzunehmen. So musste eines sogar hupen, ehe vier Leute gleichzeitig aufschreckten blush


Die Sicht war auch wieder mit "mäßig" gut umschrieben. Der Brocken ist halt die Todeszone aus der es nichts wie raus galt.


Wurde also Zeit die Straße zu verlassen und weiter in Richtung Nachtlager aufzubrechen.


Ein wenig später war es auch schon soweit. Die Dämmerung setzte ein und wir näherten uns unserem Ziel.

Auch bei der Dämmerung sind die Fotos noch akzeptabel, das freut mich doch sehr. Damit hätte ich persönlich nicht gerechnet.

Beim aufbauen des Nachtlagers sah man die Grenzen. Ohne zusätzliches Licht war nichts mehr mit akzeptablen Fotos, doch so viel habe ich weder der Kamera, noch ehrlich gesagt meinem Huf zugetraut.

Auch bei der Dämmerung sind die Fotos noch akzeptabel, da freut mich doch sehr. Damit hätte ich persönlich nicht gerechnet.

Die Nacht war mit Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt und mit hoher Luftfeuchtigkeit, drehendem Wind, und peitschenden Windböen gespickt.
Spray ohne Ende, ein Königreich für einen Biwaksack.
Am nächsten Morgen wurden schnell die Lager abgebaut und es ging zurück nach Schierke. Beim Gehen wurde schnell allen wieder warm. Es kristallisierten sich jedoch schnell Unterschiede zum vorherigen Tag heraus. Es lag kein Schnee mehr auf den Bäumen und die Pfade im Schnee glichen eher Wasserstraßen. Nun ja, Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte, also schaut selbst!


Wo gestern noch Schnee lag ist heute schon alles am Schmelzen... schade da ist der Winter wohl vorbei.



Umso besser, dass ich wenigstens eine Wintertour machen konnte!

Auf dem Weg zurück hat man sehr gut gesehen, welche Wassermassen den Berg hinunter kamen. Die Schmelze ist in vollem Gange!

Der Regen ist teilweise auf dem steilen Weg gefroren. Gut, dass meine Microspikes für die Schuhe daheim lagen...



Alles in allem eine wunderschöne Tour.

Danke an alle Beteiligten! 

Es war mir eine Ehre die Zeit mit euch zu verbringen!

 

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