2017-01 Wandern auf Mallorca


Dieses Jahr im Januar sollte es eine Wintertour für Bimbi und mich geben. Eine Woche in die Pfalz, bevor ich mich voll auf meine letzten Klausuren stürze. Doch je näher die lange Wintertour kam, um so größer wurde mein Bedürfnis nach Sonne und gutem Wetter. So habe ich kurzfristig einen spontanen Trip in den Süden vorgeschlagen. Nach einer kurzen Analyse der Wetterdaten drei Wochen vor Abflug haben wir uns für wandern auf Mallorca entschieden. Die aktuellen Temperaturen schwankten zwischen 15°C und 20°C und es gab Sonne satt. Also nichts wie los! Dieses Mal haben wir uns gegen Zelte entschieden. Bimbis ausgewählte Tagestouren waren quer über die Insel verteilt, da bot sich ein Mietwagen an um unkompliziert von A nach B zu kommen. Dazu eine kleine Ferienwohnung für die Nacht und fertig ist der spießige Urlaub. Erfahrungsgemäß sind unsere Touren ja immer sehr chaotisch, warum sollte es dieses Mal anders werden?

Nach drei langen Wochen war es endlich soweit! Ab in die Bahn und zu Bimbi. Die Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne ließen Hildesheim in einem schönen, goldenen Licht erstrahlen.

Am nächsten Morgen ging es noch vor dem Morgengrauen zum Flughafen in Stuttgart. Am Wochenende um kurz nach sechs aufzustehen ist einfach nicht meine Welt, aber wenn man dafür einen tollen Urlaub in Aussicht hat, nimmt man das Übel in Kauf. Bimbi fragte mich im Flugzeug, ob ich die vergangenen Tage in den Wetterbericht geschaut hätte. In der Serra de Tramunata gab es einen heftigen Wintereinbruch. In diesem Moment war ich froh, nicht den GR221 zu laufen. Ohne Sicht, bei starken Böen und winterlichen Temperaturen wäre dieser Urlaub ein Madeira 2.0 geworden.

Nach der landung auf Mallorca holten wir den Mietwagen und fuhren zu unserem Domizil. Mit dem Handy als Navigationsgerät war unsere Ferienwohnung schnell gefunden, doch die Ausmaße des Wetters zeigten sich deutlich.

Die Straße kurz vor unserem Ziel war stark überflutet, deshalb entschieden wir uns den Wagen auf einem Hügel zu parken. Die ersten Tage sollte das Wetter stürmisch und regnerisch werden, so konnten wir guten Gewissens in die Drachenhöhle abtauchen.

Da wir noch ein wenig Zeit hatten, ehe die Führung starten sollte, sind wir zu Fuß die paar Meter zum Meer gegangen. Der Ausblick auf das Meer hat uns nicht enttäuscht und das Meersalz in der Luft sorgte für immer stärker werdende Urlaubsgefühle.

Die Zeit verging wie im Fluge und unsere Führung durch die Drachenhöhle begann. Die Höhle ist unglaublich groß und besitzt mehrere unterirdische Seen. In diesem Moment wäre mir Opas Spiegelreflexkamera am Liebsten gewesen, doch die war daheim geblieben. Ich holte aber das Beste aus dem Smartphone heraus. Das Fotografieren mit dem Smartphone reizt mich, weil man versucht das Beste aus dem kleinen Sensor und dem Objektiv ohne mechanischem Verschluss mit Festbrennweite herauszuholen.

In der Höhle war es trotz der hohen Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 18°C sehr angenehm. An diesem Tag hat der Urlaub gleich zu Beginn sein großes Potential aufgezeigt.

Alles in Allem war dies eine prima Möglichkeit den Morgen zu genießen. Im Anschluss sind wir weiter an die Küste. Bimbi wollte ihren ersten Geocache auf der Insel machen. Der Cache versteckte sich in der Nähe von einem Turm. Durch den Cache bekamen wir eine schöne Location zu Gesicht, aber seht selbst!

Man merkte der Insel an, dass der Januar eindeutig nicht die Hauptsaison auf der Insel ist,. Die Suche nach offenen Supermärkten, Ansichtskarten und Einkehrmöglichkeiten gestaltete sich schwieriger als erwartet. Dennoch lohnt sich der Besuch der Insel in der Nebensaison. So kann man die Insel ohne die Massen an Touristen erkunden.

Unsere nächste Tagestour führte uns in den Nord-Osten der Insel. Das Wetter war wechselhaft, sollte aber erst am Abend umschlagen. Da wir jedoch erst kurz vor Mittag losgekommen sind, mussten wir uns auf dieser Tour beeilen.

Die Tour startete an der Küste auf dem Niveau des Meeresspiegels. Der starke Wind verursachte hohe Wellen und ich war froh, nicht nur ein Fleece, sondern auch ein Windshirt dabei zu haben.

Einige hundert Meter weiter begann sich die Insel von ihrer schönsten Seite zu zeigen. Schmale Pfade, schöne Vegetation und immer besser werdende Aussichten, machten uns die Insel von Minute zu Minute schmackhafter.

Je näher es in Richtung Gipfel ging, umso schmaler wurden die Pfade.

Anfangs wichen die ausgetretenen Wege schmalen Pfaden, bevor der weitere Verlauf nur noch mit Steinmännchen markiert war. Zwischenzeitlich verloren wir uns zwischen den Felsen, fanden jedoch wieder auf den Pfad zurück.

Auf dem Bergkamm angekommen, zeigte sich trotz eines stark bewölkten Himmels die tolle Landschaft. Malle hat eindeutig nicht nur Touristenstrände.

In der anderen Richtung lag unser Ziel der Tour - ein mittlerweile verfallener Turm auf dem Gipfel.

Da auf dem Gipfel ein starker Wind herrschte und das Wetter schlechter wurde, sind wir nach einem kleinen Snack wieder zurück in die Zivilisation abgestiegen. Dieses Mal gingen wir aber auf einem anderen Weg, der mit weniger Kraxel-Passagen versehen war. Das Timing war perfekt. Gerade, als wir am Auto ankamen, fing es an zu regnen. Bis dahin hatten wir einen sehr entspannten Urlaub und es verlief alles ohne ernstzunehmende Komplikationen.

Der nächste Tag war einfach nur entspannend. Es stand nichts auf der Agenda und diese wurde von uns akribisch mit größtem Ehrgeiz abgearbeitet.

Einen Tag später besuchten wir das Kloster “Santurio de San Salvador” und genossen die Aussicht. Bimbi ließ es sich wieder nicht nehmen und machte einen weiteren Cache, für den wir einen toten Baum suchen mussten.

Unsere nächste Wanderung war wieder auf Höhe des Meeresspiegels. Wir sind von unserem Domizil zu den nächsten Lagunen gewandert.

Der Weg war echt schön! Zurück wollten wir einen anderen Weg gehen, doch das stellte sich schwieriger als erwartet heraus. In den Ebenen von Mallorca sind die Plantagen, Häuser, Gärten etc komplett eingemauert oder eingezäunt. Damit starb die Hoffnung eine Abkürzung statt der Straße für den Rückweg nehmen zu können. In diesem Fall wurde uns bewusst, wie schwierig sich eine Suche nach einem Platz für ein Nachtlager im Inneren der Insel gestaltet hätte. Im Gebirge sieht das wieder anders aus, aber in den landwirtschaftlich genutzten Arealen ist dies nicht zu empfehlen.

Unseren Abschluss genossen wir ganz klischeehaft am Touristenstrand Cala Mondrago die Sonne. Wenn ich es mir recht überlege, war es vielleicht doch nicht so klischeehaft mit Dosenkocher am Strand zu sitzen.

Bei den Bildern in diesem Bericht wird mir eindeutig klar, dass ich nicht das letzte Mal auf dieser Insel meinen Urlaub verbringen werde. Der GR221 und GR222 liegen ja auf der Insel und warten darauf von mir erkundet zu werden. Somit bleibt nur noch die Frage offen, wann ich wieder dort sein werde.

1 comment

  1. Das sieht doch nach einem tollen Urlaub aus.
    Die Bilder sind auch wirklich toll.
    Bei uns geht es im April auf den GR221, hoffentlich bei besserem Wetter ;-)

    — Basti Mo, 27 Feb 2017

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