2015-08 Schweden & Norwegen


Nach Monaten der Planung ging es endlich los nach Schweden,
wir wollten acht Tage durch den Fulufjället Nationalpark tour(n)en.

Somit ging es erst einmal mit der Fähre nach Göteborg, also ab zum Schwedenkai wink




Die Fahrt verging wie im Fluge, ob das an der durchgängig guten Laune lag?
Immerhin gab es eine Hüpfburg, für maximal sechs Kinder bis zwölf Jahren, also auch für eine Person unter 72 Jahren.
So manche Logik ergab am Vortag deutlich mehr Sinn.



Es dauerte nicht lange und auf der elendig langen Autofahrt ließ sich die Schönheit der schwedischen Natur erahnen.
Es war spannend zu sehen, wie sich die Natur verändert, je weiter es gen Norden ging.




Auch bei den kurzen Pausen wurden schöne Orte bei bestem Wetter gewählt,
denn alles andere wäre ja verschenkte Zeit, wenn du Zeit an einem Ort verbringen kannst, aber lieber wo anders wärst,
solltest du vielleicht einfach wo anders hingehen!



Die ersten Berge wurden sichtbar und mein Glücksgefühl endlich wieder in der Heimat zu sein kam in mir hoch.
Es ist einfach unbeschreiblich, wie wohl ich mich in Schweden fühle, nächstes Jahr geht es definitiv wieder in meine Heimat, so viel steht schon einmal fest!





Auf der Autofahrt habe ich auch ein Schild entdeckt, welches mich an meine Tour vom vergangen Jahr erinnert.

Von Falun über Hofors und den Gästrikeleden nach Gävle.



Die nächste Pause wurde auch wieder an einem schönen Ort gemacht,
es ist doch immer wieder erstaunlich, wie atemberaubend die Natur ist!





Nach einem kleinen Schlenker mussten wir über eine kleine Brücke, die während der Überfahrt unheimlich geknackt hat.


Doch sie hat gehalten! Das ist alles was wichtig war!
Die nächsten Augenblicke konnten wir schon den Rand des Fulufjällets begutachten. Aber was ist denn das Weiße dort?!



Ein bisschen näher herangezoomt, das sieht ja aus wie Schnee?! Okay das ist zwar die Nordseite, aber es sollten tagsüber doch 15°C werden und nachts 2-5°C… Das ist doch keine Temperatur mehr für Schnee. Vielleicht ist es doch nur Kalk. Schnee mitten im August - das ich nicht lache, das geht doch gar nicht in dieser Region!



Schnell noch einmal die Karte abfotografiert, falls die Info schon geschlossen hat und wir keine Karte mehr zu kaufen bekommen sollten.



Angekommen auf dem Parkplatz wurden die Rucksäcke mit je 12-18Kg Gepäck ausgepackt.
Schließlich musste die Verpflegung für die nächsten acht Tage ja auch geschleppt werden



Da es schon relativ spät war, haben wir uns entschieden nur schnell die 300hm rauf zu gehen und den ersten Lagerplatz errichten.
Da wir in der Nähe der „weißen Substanz“ waren, entschieden sich einer der Jungs und ich diese zu inspizieren und wer hätte es gedacht, es war wirklich Schnee!



Der Blick von hier lud ein, um in die Ferne schweifen. Es war einfach Grandios!


Und die Bäume verschwinden langsam aber sicher, zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht dran gedacht, dass ich die Bäume irgendwie einmal vermissen könnte.
Aber dafür war das Wetter und die Stimmung genial!







Auch die ersten Geröllfelder mussten überwunden werden. Es war unglaublich mit welcher Leichtigkeit manch einer von Stein zu Stein hüpfte…


Hilleberg spotted!


In dem Nationalpark gibt es auch Hütten, in denen man sich einmieten kann, doch wer will das schon.








Für die Zukunft sollte ich mir merken, jedes Mal, wenn ich das Sumpfgras sehe, werden meine Trailrunner für die nächsten 1-2km nass frown



Ein Heli kreiste immer wieder zu diesem See uns entlud etwas, vielleicht um den pH-Wert zu kontrollieren?






Auch die ersten Steinmännchen ließen sich blicken!



Und das Spiel von Sonne und Wolken war einfach genial!



Noch einmal schnell die Tarps aufbauen. Naja nachdem die Biwakfration doch nicht unterm Tarp schlafen wollte,
habe ich dieses für mich beansprucht und meines nicht weiter aufgebaut.




Auch mein Nudelbecher wurde den Rest des Trips weiter verwendet und hat sogar die Rückreise nach Deutschland überlebt.



Cheers!



Bei einem solchen Sonnenuntergang lässt sich der Tag doch prima ausklingen.



Auch auf der Hochebene gab es viele Bäche und Flüsse!





Und auch ab und an ein paar Bäume, welche Wind und Wetter trotzten.



So viel Wasser, das könnte klug gewesen sein, hier noch einmal seine Wasservorräte aufzufüllen, ehe es weiter bergauf geht!




Über den Sumpf ab in die Höhe!


Durch die immer größer werdenden Geröllfelder!



Und am Runenaltar musste ich zwangsläufig an die Liebste denken, welche leider nicht dabei sein konnte.



Ein paar Vögel begleiteten uns während uns langsam aber sicher das Wasser ausging.



Es stellte sich die Frage umdrehen und zur letzten Wasserquelle, oder weiter aufsteigen und hoffen, etwas zu finden. Nach kurzer Überlegung haben wir unsere Rucksäcke nieder gelegt um die nächsten Höhenmeter rauf zu klettern, in der Hoffnung Wasser zu erspähen.



Die Spähaktion war erfolgreich, auf der anderen Seite des Gipfels gab es neben einem ordentlichen Sturm und wenigen Mücken auch ordentlich Wasser!




Bei diesem See haben wir uns niedergelassen und unser Lager für die Nacht aufgeschlagen.



Manch einer war von dem Aufstieg leicht erschlagen, wer kann es ihnen verübeln?




Nachdem mein Cuben Tarp bei dem Wind fast davon geflogen wäre, habe ich meinen Regenponcho gewählt, da die Angriffsfläche wesentlich kleiner ist.



Und einen weiteren atemberaubenden Sonnenuntergang genossen!


Ein kurzer Blick aufs GPS verriet, dass in dieser Richtung in ca. fünf km Luftlinie sich schon Norwegen befindet. Schnell wurde der spontane Entschluss gepackt - ab nach Norwegen! Und mindestens ein bis zwei km in Norwegen wandern.



Dieser einzelne Baum war einer der Punkte zum Anpeilen für die Richtung.



Auch der Weg nach Norwegen war mit Geröllfeldern übersät. Doch der Weg sollte sich lohnen



Die Baumgrenze ist sichtbar!!!!


Somit hieß der Plan: Abstieg ins Tal, dem Flusslauf folgen um den sichtbaren Berg zu umgehen. Auf der anderen Seite sollte sich ein Fluss und eine Straße neben einem Flusslauf befinden. Diese wollten wir wieder nach Schweden laufen.



Im Nachhinein haben wir echt Glück gehabt, den Gipfel nicht noch mitzunehmen, das hätte den Abstieg nicht nur erschwert, sondern ohne Sicherungsgerät quasi unmöglich gemacht!



Stattdessen sind wir hier hinab, und ja - auch auf unserer Seite gab es die ersten Krüppelbirken <3!


 
Die Grenze ist sichtbar!


Hinab mit uns.



Keine hundert Meter weiter war das Landschaftsbild schon wieder komplett anders.



Und das sumpfige Gebiet begann. Einmal nicht aufgepasst und schon ist man mit einem Bein komplett im Sumpf verschwunden.



Aber bei einem solchen Anblick ist das schnell wieder vergessen.


Der Fluss ließ sich mit einer Brücke überqueren, wir hofften endlich einen Pfad zu finden, und nicht weiter querfeldein gehen zu müssen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite.



Ooooooder doch, gefunden! Endlich wieder schneller als zwei Km/h!



Auch Norwegen kann sehr schön sein.





Mit der Entdeckung eines kleinen norwegischen Dorfes endete unser Weg querfeldein.






Und es ging die „Straße“ bergab.




Am Ende der Straße haben wir eine schöne Hütte an einem idyllischen See gefunden,
hier sind wir für diese Nacht gleich einmal eingezogen und haben nach Herzenslust gespeist.





Mein Kulturbeutel ist an der Seite nach über einem Jahr aufgerissen und brauchte eine professionelle Reparatur.



Auch die Gamaschen haben Spuren von den Geröllfeldern davongetragen.



Dass hinterher alles wieder wie neu ausschaut, versteht sich von selbst, nech? Leave no trace!



Die Straße wurde breiter und wir bewegten uns mit ungewohnt hohem Tempo durch Norwegen.


Auch der Fluss war somit schnell erreicht.

Und bot ein schönes Bild der unberührten Natur





Zeit für eine Stärkung mit Käse aus der Tube war natürlich immer drinnen!



Auch auf der norwegischen Seite gab es Informationen zu dem Park.



Sowie eine Teilkarte.



Bald war die schwedische Grenze wieder erreicht



Und der Weg führte immer noch entlang des Flussbettes



Die tägliche Dosis Snacks durfte auch diesen Tag nicht fehlen.



Genau so wenig wie eine ordentliche Mahlzeit.


Diese Nacht habe ich einmal wieder mit meinem Poncho Tarp entlang des südlichen Kungsleden genächtigt,


den wir den nächsten Tag auch wieder in den Nationalpark gelaufen sind.








Gleich zu Beginn gab es wieder einmal die vielen Höhenmeter auf ein paar Kilometern Wanderweg. Aber im Vergleich zum Querfeldeingehen war dieses ein Klacks!



Schnell haben wir wieder die Baumgrenze hinter uns gelassen und waren erneut auf dem Plateau.




Bei altbekannten Geröllfeldern.



Bächen



Und Seen

Da kann man wieder einmal ordentlich Kochen!


Und mit delikatem buschkraftigem Tabasco nachwürzen.



Mein Cuben Tarp habe ich diese Nacht an einem kleinen Steg aufgebaut. Mein Gedanke war, sollte jemand ein Cuben Tarp mit Steg, einer Hütte und zwei Booten finden, ist es meins. Der Steg war perfekt, soviel Wind, dass keine Mücken da waren aber nicht genug Wind, dass es unter dem Tarp kalt wurde.



Auch mein MYOG Deckel hat ein wenig gelitten, UHU Endfest3000 + Feuer = Kaputt…Naja, nichts was sich nicht wieder fixen lässt


Schnell war mein Lager fertig und der gemütliche Teil des Abends konnte beginnen.


Auch die anderen hatten ein schönes Plätzchen gefunden.




Nun konnte die Dämmerung und die damit verbundenen Mückenschwärme kommen.





Für den letzten Tag wollten wir uns noch Schwedens höchsten Wasserfall angucken, also nichts wie los!
Erst einmal wieder durch sumpfiges Gebiet.















Wieder einmal ein paar Geröllfelder, öfter mal was neues!




Und schnell war der Wasserfall sichtbar, nun nur noch ein wenig näher drankommen!






Schon ganz gut




Perfekt!

Am nächsten Morgen ging es wieder aus dem Park zum Auto. Auch der Eingangsbereich ist sehr ansprechend.



Auf dem Weg zum Schwimmbad haben wir noch einmal schnell bei ICA angehalten, Käse aus der Tube, Brot, und Köttbullar, das selbe was uns auf dem Hinweg schon mit ausreichend Energie versorgt hatte.


Auch die nächste Pause wurde wieder an einem schönen Parkplatz gewählt.


Und der nächste Schlafplatz war auch schnell gefunden.




Alles in allem eine schöne Tour mit meinen Lieblingschaoten! cheeky
 
 

Die Packliste für diese Tour gibt es übrigens hier: 2015-07 Packliste Schweden & Norwegen

1 comment

  1. Das war der Hammer und schreit nach einer Fortsetzung !!!

    — Phil Mi, 19 Jul 2017

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