Was ist Ultraleicht Trekking?


Da sich in den Bushcraft-/Survival-/Trekking-Foren bei den Usern immer mehr Gedanken um ultraleichte Ausrüstung drehen, wollte ich einmal einige der UL-Ansätze erläutern und etwas Basiswissen dazu vermitteln, die ich über die letzten Jahre gelernt habe. Sein bisheriges Gear gegen leichtes einzutauschen, muss nicht zwangsweise der teure Weg sein. Da gibt es günstigere und sinnvollere Wege zum Ziel.

Eines vorweg,es ist nicht das Gear welches UL ausmacht (ansonsten gäbe es nicht so elendig viel Geraffel, was UL im Namen hat, aber mit UL nichts am Hut hat), sondern das kritische Überdenken der eigenen Gewohnheiten. Das Ändern von Gewohnheiten ist viel langwieriger und schwieriger als die Suche nach neuem Gear.



Was zum Teufel haben Gewohnheiten denn mit dem Rucksackgewicht zu tun?!

Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier. Ich habe das schon immer so gemacht, daher hat es sich bewährt und ich mache es zukünftig wieder so. Somit haben sich die Wenigsten bei Mehrtagestouren schon einmal Gedanken gemacht, was sie alles mitschleppen. Das komplette Trangia 25 Set, denn der war ja auch für den Familienurlaub mit 3 Personen gut, dann sollte der für mich ja doch auch perfekt sein?! Der Winterschlafsack hält mich zu jeder Jahreszeit warm. Dass man auch unter einem Tarp bei Regen nicht zwangsläufig nass werden muss brauche ich euch ja sicherlich nicht erzählen. Dass man einen Dreibein-Stuhl nicht zum Ausruhen braucht, sondern dass es die BW-Faltisomatte am Baum ebenfalls erledigt, auch nicht. Warum denn nicht einmal Gore-Tex NL Biwaksack und Tarp getrennt ausprobieren? Muss es ein 3x3m Tarp pro Person sein, können da nicht auch 2 oder 3 drunter schlafen? Brauchen meine Beine weniger Isolation als mein Rücken? Muss mein Kopf auf der Isomatte liegen oder reicht eine kürzere Isomatte und der Rucksack als Kopfkissen? AAlle Fragen sollen dich anregen über die üblichen Gewohnheiten einmal genauer nachzudenken und ein neues Fazit zu ziehen.

Was sind denn weitere UL-typische Gedanken?


Ein weiterer UL-typischer Gedankengang wäre der des Multiuse – die mehrfache Verwendung eines Ausrüstungsgegenstandes für mehrere Aufgaben. Hier gibt es viele Überschneidungen mit dem Survival/Bushcraften wo das Poncho-Tarp beispielsweise tagsüber als Regenschutz am Mann, und nachts als Regenschutz des Schlafplatzes dient. Auch nicht benötigte Klamotten werden in den wärmeren Jahreszeiten als Kopfkissen für die Nacht verwendet, der Regenrock dient als „Beak“ (eine Erweiterung zum Tarp, um bei schlechten Witterungsverhältnissen, mehr Fläche schließen zu können). Der Hering dient als Schaufel, die Regenjacke als Witterungsschutz für das Schlafsackende im Zelt. Es gibt viele Möglichkeiten, die Anzahl an benötigten Ausrüstungsgegenstände zu reduzieren. Und je weniger man mit nimmt, umso mehr Gewicht spart man.

Wer weniger schleppt, braucht weniger zu Essen, und muss damit wieder einmal weniger mitnehmen, spart also doppelt. Ein leichter Rucksack belastet durch die Reibung der Träger die Regenjacken weniger. Somit können diese aus leichterem Material gefertigt werden.

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